Zunftreben
Der Zunftwein der Zunft zum Kleeblatt wächst im Chäferstei am Klingenberg. In den Quellen taucht der Name des Gewanns bereits 1468 auf. Dort ist von einem wingarten im Kefferstain die Rede. Die Zünfter haben die Rebparzelle 1964 erworben und mit Blauburgunderreben bestockt. Seit dem Kauf des Hauses Zum Weissen Adler besitzt die Zunft zudem einen der ältesten Weinkeller der Stadt.
Die erste Etikette für den Zunftwein hat der Steiner Kunstmaler und Rosenzünfter Hermann Knecht 1965 entworfen. Der Künstler legte dem Zunftvorstand zwei Entwürfe vor: eine Variante mit dem Rebmann und der Rebfrau im Sonntagsgewand (Bild), eine mit den Rebleuten im Werktagsgewand. Gedruckt wurde die Variante mit dem Werktagsgewand.
Die Trauben werden bei GVS in Schaffhausen gekeltert. Heute pflegt Landwirt Christian Gemperle den Rebberg. Die knapp 20 Aren grosse Rebparzelle wurde 2024 mit der pilzresistenten Traubensorte Cabernet blanc komplett neu bestockt, so dass wir mit dem nächsten Jahrgang unseres eigenen Zunftweines noch etwas zuwarten müssen.
Hermann Knecht. Entwurf für die Etikette des Zunftweins aus dem Chäferstei. Bleistift und Aquarell. 1965. Leihgabe der Zunft im Museum Lindwurm.